Score-Bug: die Spielstandsanzeige erklärt
Der kleine Block in der Ecke mit zwei Teamkürzeln, einem Spielstand und einer Uhr heißt Score-Bug und ist die schwierigste Grafik einer Sportsendung — denn anders als alle anderen steht sie neunzig Minuten im Bild und darf nie falsch sein.
Was in einen Score-Bug gehört
- Zwei Teamkennungen — Drei-Buchstaben-Kürzel oder Kurznamen, je mit Farbmarke. Vollständige Vereinsnamen passen nicht und braucht niemand.
- Der Spielstand, im größten Schriftgrad der Grafik.
- Die Uhr sowie Halbzeit oder Viertel.
- Statusmarken — Rote Karten, Auszeiten, Teamfouls, Ballbesitz; je nachdem, was die Sportart verlangt.
Alles andere — Wettbewerbslogos, Sponsorenzeichen, Gesamtergebnis, Torschüsse — ist optional und drängt das Wesentliche kleiner. Was das ganze Spiel über steht, muss klein, leise und auf einen Blick lesbar sein.
Die Uhr ist der schwierige Teil
Fußball zählt vorwärts: 0:00 bis 45:00, dann 45:00 bis 90:00, Nachspielzeit separat. Basketball zählt rückwärts, in Vierteln, und stoppt ständig. Beide brauchen einen Operator, der korrigieren kann, denn die Uhr im Bild und die auf dem Platz laufen auseinander, sobald etwas Ungewöhnliches passiert.
Die Regel, die Sendungen rettet, ist einfach: Was die Automatik auch tut — ein Mensch muss die Uhr in einer Aktion auf einen exakten Wert setzen können. Eine Stoppuhr, die man nicht korrigieren kann, ist schlimmer als gar keine.
Kommentar-Streams ohne Spielbilder
Hier hat LowerThird Software angefangen. Rechte verhindern in der Regel, dass ein Streamer das Spiel zeigt — das Bild ist also der Kommentator, ein Studiohintergrund oder eine Statistiktafel, und die Grafik trägt das gesamte Spiel.
Das dreht die üblichen Prioritäten um. Der Score-Bug ist keine kleine Ecke über der Action, er ist die Action. Er verdient mehr Fläche, größere Schrift und Ereignisgrafiken — Tore, Karten, Wechsel —, die in dem Moment landen, in dem sie passieren. Das restliche Paket →
Platzierung
Oben links ist der Broadcast-Standard, und das aus gutem Grund: Dort landet der Blick zuerst, und dort kollidiert am wenigsten mit dem Plattform-Mobiliar. Oben rechts konkurriert mit Plattform-Kennzeichen; die unteren Ecken kämpfen auf dem Handy mit Chat-Overlays und Player-Steuerung.
Bleib in einem Sicherheitsrand von 5 % und lass den Bug nie die Bauchbinde überlappen — beide stehen häufig gleichzeitig im Bild, und ein halb verdeckter Spielstand ist eine Grafik, der niemand traut.
Ein Spiel aus einem Pult fahren Spielstand, Uhr, Karten, Wechsel und Kader — einmal getippt, per Taste ausgespielt. Frag einen Early-Access-Build an.
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